Beim ersten GPS-Jugendgottesdienst, den die FeG Wienhausen veranstaltete, ging es um eine Frage, die viele junge Menschen bewegt: Was ist Freiheit?
Rückblick · 17. Juni 2016
Freiheit besteht nicht nur darin, etwas tun zu dürfen. Sie betrifft auch die Frage, was uns beherrscht. Jesus lädt uns in eine Beziehung ein, die von Schuld befreit und zu einem neuen Leben befähigt.
Am 17. Juni 2016 war die FeG Wienhausen zum ersten Mal Gastgeber des GPS-Jugendgottesdienstes. GPS stand für „God’s Presence Saves“ – „Gottes Gegenwart rettet“. Mit etwa 150 Besuchern war der Raum sehr gut gefüllt; die Atmosphäre erlebte ich als angenehm und entspannt.
Ich durfte die Botschaft zum Thema „Was ist Freiheit?“ weitergeben. Anhand meines Lebenszeugnisses veranschaulichte ich, wie die Suche nach Unabhängigkeit in neue Abhängigkeiten führen kann. Der Wunsch, selbst über alles zu bestimmen, schützt uns nicht davor, von Gewohnheiten, Erwartungen oder zerstörerischen Begierden beherrscht zu werden.
Ein mitgebrachter junger Gast wurde besonders angesprochen. Er wollte sich Jesus anvertrauen, ließ für sich beten und bat Gott in eigenen Worten um Vergebung. Auch viele andere nahmen das Angebot zu Seelsorge und Gebet an, sodass weitere Seelsorger hinzugeholt wurden. Das gab uns viel Anlass zur Dankbarkeit.
Frei wovon?
Jesus spricht in Johannes 8,34–36 von der Knechtschaft der Sünde und der Freiheit, die der Sohn schenkt. Sünde ist mehr als ein äußerliches Regelproblem: Sie prägt unser Verhältnis zu Gott und kann unser Handeln beherrschen. Der Ruf zu Jesus betrifft deshalb auch unsere tiefen Bindungen.
Eine Meerenge kann die Trennung von Gott bildlich veranschaulichen. Die verbreitete Ableitung des Wortes „Sünde“ von „Sund“ ist jedoch keine tragfähige Begründung. Den Inhalt des Begriffs lernen wir aus den biblischen Zusammenhängen.
Frei durch wen?
Das Evangelium verweist auf Jesus Christus, seinen Tod für unsere Sünden und seine Auferstehung. Freiheit von Schuld wird nicht dadurch erworben, dass wir zuerst eine makellose Vergangenheit herstellen. Wir dürfen dem Retter vertrauen, der uns Vergebung und ewiges Leben zusagt.
Ein Gebet kann dieses Vertrauen ausdrücken. Die rettende Kraft liegt jedoch nicht in einer bestimmten Wortfolge, sondern in Christus selbst.
Frei wozu?
Galater 5,13 verbindet Freiheit mit dem Dienst füreinander in Liebe. Christliche Freiheit ist deshalb keine Gleichgültigkeit gegenüber dem anderen. Sie eröffnet die Möglichkeit, sich von der ständigen Selbstbehauptung zu lösen und zum Guten zu handeln.
Persönliche Gespräche können dabei ein Anfang sein. Für das weitere Wachstum brauchen Menschen verständliche Lehre, ermutigende Gemeinschaft und geduldige Begleitung.
Die drei Vertiefungen erläutern das Thema des historischen Berichts. Zum Nachlesen: Johannes 8,31–36; 5,24; Galater 5,13.
