Die Sammlung überliefert Deutungen von muhaymin als Zeuge, Bewahrer und als Maßstab für frühere Schriften (u. a. Berichte 12106 und 12115).
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Überlieferte Einzelmeinungen sind von al-Ṭabarīs eigener Auswahl und Bewertung zu unterscheiden. Kein Beleg für eine ausschließlich bestätigende Funktion.
Unter den überlieferten Berichten finden sich Vorwürfe veränderter Beschreibungen sowie hinzugefügter oder entfernter Worte (1394–1395).
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Die Textseite enthält unterschiedliche Erklärungen. Ein einzelner Bericht beweist weder weltweite Totalverfälschung noch eine einheitliche Position des Kommentators.
Der Kommentar unterscheidet eine Zwecklesart, unter anderem bei Ḥamza, von der Befehlslesart. Er erörtert außerdem einen früheren Befehl und einen auf Muhammads Zeit bezogenen Auftrag.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Die grammatische Befehlslesart entscheidet den Zeitbezug nicht allein. Die klassische Deutung „Muhammad anerkennen“ muss sachlich beantwortet werden.
Die Erzählung berichtet, dass Muhammad eine gebrachte Tora auf ein Kissen legt und seinen Glauben an sie und ihren Offenbarer ausdrückt. Die Seite führt die Bewertung ḥasan nach al-Albānī.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Die Überlieferung bezeugt eine muslimische Tradition. Sie ist kein zeitgenössisches Protokoll und bestätigt nicht ausdrücklich jede Aussage einer heutigen Bibelausgabe.
Das Projekt beschreibt den griechischen Codex aus der Mitte des 4. Jahrhunderts als älteste vollständig erhaltene Abschrift des Neuen Testaments. Damit liegt ein umfangreicher vorislamischer Textzeuge vor.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Datierung und Textbestand zeigen Alter und Kontinuität. Sie beweisen für sich allein weder Inspiration noch die Wahrheit jeder überlieferten Aussage; Textvarianten sind zu prüfen.
Johannes 19 erzählt die Kreuzigung und den Tod Jesu. Ein konkreter Erzählzusammenhang lässt sich mit der vertretenen Auslegung von Sure 4:157 vergleichen.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Der Nachweis eines Unterschieds zwischen zwei Texten ersetzt nicht die Begründung, dass der Koran gerade diesen Inhalt als wahr bestätigt.
Der johanneische Text identifiziert den angekündigten Beistand mit dem Heiligen Geist. Dieser Nahkontext ist bei einer Identifikation mit Muhammad zu erklären.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Das Scheitern dieser Identifikation widerlegt zunächst diesen Prophezeiungsvorschlag, nicht automatisch alle denkbaren Vorschläge.
Die Darstellung verteidigt ein Modell teilweise erhaltener und teilweise verfälschter früherer Schrift. Der Koran dient dabei als entscheidender Maßstab.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Die Seite repräsentiert eine argumentierte muslimische Position, keinen Konsens aller Muslime. Eine christliche Erwiderung muss dieses Teilmodell treffen.
Abdullah Saeed · The Charge of Distortion of Jewish and Christian Scriptures
Was die Quelle hier belegt
S. 420–428 behandelt verschiedene Formen von taḥrīf. S. 429–430 argumentiert für zugängliche Schrift und erörtert Ibn Taymiyyas differenzierte Position. S. 431–432 untersucht unterschiedliche Offenbarungsbegriffe.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Saeed ist eine wissenschaftliche Deutung der Quellen. Seine Darstellung unterstützt keine pauschale Behauptung, muslimische Ausleger hätten Textveränderung ausnahmslos ausgeschlossen. Der Artikel wurde im Volltext über die SWBTS-Bibliothek konsultiert.
Gordon D. Nickel · The Quran with Christian Commentary
Was die Quelle hier belegt
Im konsultierten Abschnitt zu Sure 5:48 werden Bestätigung früherer Schrift und der Anspruch des Korans, über sie zu urteilen, gemeinsam behandelt.
Was zusätzlich zu prüfen bleibt
Ein christlicher Kommentar ist eine interpretierende Sekundärquelle. Er ersetzt weder den arabischen Primärtext noch die Prüfung muslimischer Gegenargumente. Gelesen in Logos.
Ein vorislamischer Textzeuge widerlegt die Behauptung, sein bereits belegter Inhalt sei erst nach Muhammad entstanden. Er entscheidet nicht allein, ob dieser Inhalt ursprünglich, inspiriert oder vom Koran bestätigt ist. Für eine Veränderungsbehauptung sind daher die konkrete Passage, das behauptete Zeitfenster und die vorhandenen Textzeugen zu nennen.
Der Codex Sinaiticus ist hier ein datierbarer Zeuge der überlieferten neutestamentlichen Tradition. Die moderne Bibelübersetzung dient dem Lesen des Inhalts; sie wird nicht als Bild oder Transkription der Handschrift ausgegeben.
Vertiefende Literatur
Martin Whittingham, A History of Muslim Views of the Bible: The First Four Centuries, Berlin/Boston: De Gruyter, 2021. Im Bibliothekskatalog bibliografisch geprüft; in diesem Lernbereich kein Ersatz für einen nachgewiesenen Einzelbeleg aus dem Volltext.
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